Bekutec GmbH
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Die ASR A1.7 konkretisiert im Rahmen Ihres Anwendungsbereichs Anforderungen

der Verordnung über Arbeitsstätten. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnung erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens denselben Sicherheits- und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.
Die Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore ist eine grundlegende Anforderung nach der europäischen Maschinen-Richtlinie und der europäischen Bauprodukten-Richtlinie. Mit den Normen DIN EN 12 453 "Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore - Anforderungen" und DIN EN 12 445 "Nutzungssicherheit kraftbetätigter Tore - Prüfverfahren" werden die pauschalen Anforderungen für diese Produkte spezifiziert. Diese Normen enthalten hierfür die aktuellen Regeln der Technik. Sie gelten ab dem 1. Juni 2001 (für die Produktion).
Damit entfällt auch die Unterscheidung zwischen "Privat" und "Gewerblich" !
Entscheidend für die Bestimmung, welche Art an Sicherheiten an einer Toranlage montiert werden müssen, ist das sogenannte "Gefährdungsniveau".
So ist die Gefahr eines Unfalls bei öffentlich zugänglichen Toren, die an Schulwegen, neben Seniorenstätten oder öffentlichen Tiefgaragen liegen, ungleich höher als bei Toren an privaten Einzelgaragen in Nebenstraßen.
Herr Hintelmann kennt sich hier aus, sprechen Sie ihn ruhig an.
Doch in der DIN 13241-1 ist gleichzeitig auch eine regelmäßige Überprüfung
von Toranlagen nach Herstellervorschrift geregelt.
In der Regel sollte dies einmal im Jahr geschehen (bei häufig genutzten Toranlagen
auch öfter).
Im Gewerbebereich gelten natürlich die Vorschriften der
gewerbleichen Berufsgenossenschaften.
Aus der Arbeitsstättenrichtlinie ASR A1.7 ergibt sich ebenfalls die gesetzliche
Pflicht zur regelmäßigen Prüfung von Toranlagen zum Schutz der Arbeitskräfte.
Im Rahmen dieser Richtlinie müssen nun auch automatisch zulaufende Tore
(ohne sogenannte "Totmann-Schaltung" mit einem speziellen geeichten Messgerät
auf ihre ordungsgemäße Funktion überprüft werden.
Die entstehenden Kräfte beim Auftreffen auf ein Hindernis (z.B. eine Person die in
der Öffnung steht), und die Zeiten, für wie lange diese Kräfte einwirken, dürfen gewisse
Werte nicht überschreiten.
Diese Messungen müssen schriftlich protokolliert werden und vom Betreiber
der Toranlage aufbewahrt werden.
Da die ASR A1.7 aber nicht nur für neue Tore gilt, sondern generell für alle,
werden auch ältere Tore (die vor 2005 montiert wurden) dem neuen Prüfverfahren unterzogen.
Unter Umständen bedeutet dies dann auch die Pflicht zur Nachrüstung
von Sicherheitstechnischen Ausrüstungen.
Bei vermieteten Objekten oder Tiefgaragen besteht für den Vermieter bzw. Betreiber
der jeweiligen Toranlage aufgrund seiner Verkehrssicherungspflicht ebenfalls die
Pflicht zur regelmäßigen Prüfung.
Rein privat genutzte Tore von Einzelgaragen sollten ebenfalls mindestrens jährlich
geprüft bzw. gewartet werden, um einen reibungslosen Torlauf zu gewährleisten.
In den meisten Fällen erlischt bei unterlassener Wartung auch die Werksgarantie.
Da diese (je nach Hersteller) bis zu 10 Jahren beträgt, sollten auch Privatleute
dies nicht aus den Augen lassen.